Über Mich

Mein Name ist Lu.
Ich bin Handpan-Musiker und -Lehrer aus Schwäbisch Hall.
Musik begleitet mich seit meiner Kindheit. Ich habe früh begonnen, Klavier, Geige und später Gitarre zu spielen. Was mich dabei immer begleitet hat, war ein innerer Konflikt:
Ich habe das Musikmachen geliebt. Aber ich habe das klassische Stücke-Üben nie so wirklich gemocht. Noten lesen, Stücke reproduzieren, vorgegebene Abläufe einstudieren - all das hat sich eher einengend angefühlt als inspirierend.
Mit der Zeit habe ich mich deshalb immer weiter vom Stücke-Spielen entfernt und begonnen, frei zu spielen. Mit etwas Harmonielehre als Orientierung habe ich improvisiert, gehört, gefühlt und das gespielt, was meinem inneren Erleben entsprochen hat.
Als ich die Handpan kennengelernt habe, war schnell klar:
Dieses Instrument ist wie dafür geschaffen. Es vereint genau das, was ich gesucht hatte.
Die Handpan ist in sich harmonisch gestimmt. Vieles von dem, was man auf ihr spielt, fügt sich klanglich von selbst zusammen. Dadurch entsteht ein Raum, in dem man relativ schnell etwas spielen kann, das wirklich berührt, ohne jahrelanges Techniktraining oder theoretische Überforderung.
Für mich ist sie ein ideales Instrument für Improvisation, Selbstausdruck und freies Spiel.
Was Musik heute für mich bedeutet
Heute ist Musik für mich weit mehr als Kunst oder Unterhaltung.
Sie ist ein Regulations- und Ausdrucksraum.
Wenn ich innerlich unruhig, überfordert oder nicht ganz bei mir bin, setze ich mich an die Handpan. Das Spiel, die Klänge und die Bewegung wirken ausgleichend, ordnend und klärend auf mich. Ohne Anstrengung, ohne Ziel, ohne Druck.
Dieses Erleben prägt auch meinen Zugang zum Unterrichten.
Mein Zugang zur Handpan & zum Unterrichten
Mir ist wichtig, Menschen nicht beizubringen, wie man etwas richtig spielt, sondern ihnen zu zeigen, wie sie selbst spielen können.
Im Unterricht geht es nicht darum, Stücke zu reproduzieren oder feste Regeln zu erfüllen. Struktur und Technik haben ihren Platz – aber nur als Hilfsmittel.
Was ich vermitteln möchte, ist ein Zugang zum Hören, Fühlen und eigenständigen Gestalten.
Ich lade Menschen dazu ein, die Handpan nicht als Leistungsinstrument zu begreifen, sondern als einen Raum, in dem sie sich ausprobieren dürfen.
Spielerisch, neugierig, ohne Bewertung.
Atmosphäre & Haltung im Unterricht
Lernen bedeutet, sich auf Neues einzulassen – und das ist oft mit Verletzlichkeit verbunden.
Gedanken wie „Ich bin unmusikalisch“, „Ich kann das nicht“ oder „Jetzt habe ich einen Fehler gemacht“ sind sehr menschlich.
Mir ist es deshalb besonders wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Menschen sicher fühlen.
Geduldig. Wertschätzend. Ohne Vergleich.
Ich arbeite aufmerksam und individuell:
Ich versuche wahrzunehmen, wann jemand überfordert ist, wann Unterforderung entsteht und wann etwas stimmig wird. Lernen darf Zeit brauchen, Freude machen - und leicht sein.
Ein Bild, das ich gern benutze:
Die meisten von uns haben einmal laufen gelernt. Am Anfang war es unmöglich, dann wackelig – und irgendwann wurde es selbstverständlich.
Musikalische Bewegung folgt denselben Prinzipien.
Wann es für mich „stimmt“
Für mich ist Unterricht dann gelungen, wenn Menschen nach einer Stunde nicht nur neue musikalische Möglichkeiten kennengelernt haben, sondern innerlich etwas wie das spüren:
Ich kann lernen.
Ich darf geduldig mit mir sein.
Ich habe etwas gefunden, das sich richtig anfühlt.
Ob jemand nach einer Stunde „gut klingt“, ist für mich zweitrangig.
Viel wichtiger ist mir, dass jemand gern spielt. Denn daraus entsteht mit der Zeit auch das gute Klingen.